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Bedingt durch die Vielfalt der Rassen weist der Hund innerhalb der gleichen Spezies enorme Unterschiede beim Normalgewicht eines ausgewachsenen Individuums auf. Diese in der Tierwelt wohl einzigartige Tatsache muss bei der Ernährung entsprechend berücksichtigt werden. Eine ganz besondere Bedeutung hat in diesem Zusammenhang
die richtige Ernährung von Welpen.
Die folgenden Informationen sollen helfen, das richtige Mass für Ernährung und Aufzuchtsintensität zu finden.
1. MineralstoffversorgungEs ist bekannt, dass junge Hunde Kalzium brauchen. Entscheidend ist aber die richtige Menge. Denn sowohl Kalziummangel, wie auch Kalziumüberschuss können bei wachsenden Hunden Skeletterkrankungen hervorrufen oder eine bestehende Neigung zu solchen Erkrankungen verstärken. Vor allem grosswüchsige Hunderassen reagieren sehr empfindlich auf Fehler in der Kalziumversorgung, während kleinere in dieser Hinsicht weniger kritisch sind. Nachfolgend sind typische Ursachen für Probleme durch fehlerhafte Kalziumversorgung beschrieben.
Bei jungen Hunden grosswüchsiger Rassen wurde nachgewiesen, dass eine Überversorung mit Kalzium zu verschiedenen Störungen beim Wachstum des Skeletts führen können, z.B. Osteochondrose oder Hüftgelenksdysplasie. In Phasen intensiven Wachstums werden Kalziumüberschüsse nicht (wie beim erwachsenen Hund) einfach wieder ausgeschieden, sondern sie führen zu Regulationsstörungen des Gleichgewichts zwischen Auf- und Abbau des wachsenden Knochens. Eine Kalziumüberversorgung entsteht häufig, wenn zu einem Fertigfutter (Alleinfutter, Vollnahrung) zusätzlich kalziumreiche Mineralfutter gegeben werden. Alleinfutter oder Welpenfutter enthalten genügend Kalzium. Bei ausschliesslicher Verwendung solcher Futter, ohne Beigabe von grösseren Mengen Fleisch usw. zur Deckung des Energiebedarfs, darf auf keinen Fall Futterkalk oder Mineralfutter zugeführt werden. Da Futterkalk nur Kalzium, aber keinen Phosphor enthält, ergibt sich ausserdem eine erhebliche Verschiebung eines vorher ausgeglichenen Kalzium-Phosphor-Verhältnisses.
Bei hausgemachtem Futter ist Kalziummangel nicht selten. Alle Futter-mittel, die keine Knochen enthalten, weisen zu wenig Kalzium auf, um den Bedarf eines wachsenden Welpen einer grossen Rasse zu decken. Dies gilt auch für Milchprodukte. Demzufolge muss selbst gekochtes Futter entsprechend ergänzt werden. Es reicht allerdings nicht, irgend ein Mineralfutter zuzufügen. Das verwendete Produkt muss genau das ergänzen, was im selbst gekochten Futter fehlt! Die richtige Kalziumversorgung kann auch durch Ergänzen von Fertigfutter mit kalziumarmen Zulagen sichergestellt werden, z.B. Fleisch, Magerquark oder Weizenkeimöl (für den Fellglanz) usw. Solange diese Zulagen einen geringen Energiegehalt aufweisen, spielt das keine Rolle. Viele kleinere und grössere Extras summieren sich aber! Es gilt deshalb darauf zu achten, dass der Welpe nicht den grössten Teil seines Energiebedarfs aus den zahlreichen kalziumarmen Extras erhält. Dies führt dazu, dass er weniger Fertigfutter frisst, welches eine optimale Kalziumversorgung sicherstellen würde, wenn es als Alleinfutter eingesetzt wird. Das Resultat ist Kalziummangel. Welche Möglichkeiten gibt es, solchen Fehlern vorzubeugen? Besonders wichtig ist, dass der Hundehalter sich bewusst ist, was der Hund alles erhält. Dabei sind auch Kräuterpulver und ähnliche Zusätze von Bedeutung. Es wird empfohlen, über mehrere Tage genau Buch zu führen. Anschliessend lässt sich aus dieser Zusammenstellung der Kalzium- und Phosphorgehalt des verabreichten Futters errechnen. Es gibt zahlreiche Tierärzte und veterinärmedizinische Institutionen, die dafür eingerichtet sind. Aternativ dazu kann auch ausschliesslich Fertignahrung verfüttert werden. Verschiedene Hersteller bieten ausgewogene Allein- oder Welpenfutter an (z.B. DOGDOG).
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